Förderpreis

Baustelle des Schabolovskaya-Turms (vermutlich im Jahr 1921), Bildquelle: Zentral-Museum für Kommunikation (St. Petersburg), 4-2-251

Mai 2017: Verliehen: Förderpreis der Gesellschaft für Bautechnikgeschichte 2017

Im Rahmen ihrer Dritten Jahrestagung vom 4. bis 6. Mai 2017 in Potsdam hat die Gesellschaft für Bautechnikgeschichte erstmals einen Förderpreis für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler auf dem Gebiet der Bautechnikgeschichte verliehen.

Mit dem alle zwei Jahre ausgelobten Preis zeichnet die Gesellschaft herausragende Abschlussarbeiten eines Studiums sowie Dissertationen aus; der Abschluss der Arbeiten darf zum Ende der Einreichungsfrist nicht länger als drei Jahre zurückliegen. Eine Aufteilung des mit insgesamt 1.000 Euro dotierten Preises auf mehrere Arbeiten ist möglich.

Nach Sichtung der eingegangenen Bewerbungen, die jeweils aus einer elektronischen Version der Arbeit, einer maximal zweiseitigen Zusammenfassung und einem Lebenslauf der Verfasserin / des Verfassers bestanden, hat der Preisausschuss der Gesellschaft aus den beiden Vorstandsvorsitzenden, Prof. Dr.-Ing. Werner Lorenz (Cottbus) und Univ.-Prof. Dr.-Ing. Klaus Tragbar (Innsbruck), und drei von der Mitgliederversammlung bestimmten Mitgliedern, Dr.-Ing. des. Antonia Brauchle (Berlin), Prof. Dr. Norbert Nußbaum (Köln) und Dipl.-Ing. Michael Wiederspahn (Wiesbaden), sich für die Aufteilung des Preises auf eine Masterarbeit und eine Dissertation entschieden.

Die Masterarbeit von Jörn Teichmann »Flugzeughangars in Schalenbauweise. Bestandsaufnahme und Bewertung von 1933 bis 1945 in Berlin und Brandenburg im System Zeiss-Dywidag errichteter Flugzeughangars« an der BTU Cottbus-Senftenberg, eine Erfassung des Bestands und Verortung der Bauten in der Geschichte des frühen Schalenbaus, besticht durch ihre große Sorgfalt und Systematik, die Analyse der Finsterwalder’schen Bemessungstheorie und eine exemplarische, vergleichende Untersuchung mit heutigen Berechnungsverfahren der (nicht ganz einfachen) Schalenstatik.

Die Dissertation von Christoph Rauhut »Die Praxis der Baustelle um 1900. Das Zürcher Stadthaus Fraumünsteramt« an der ETH Zürich zur Überlagerung tradierter und neuer Verfahren im Mikrokosmos eines einzelnen Bauwerks schließt eine Forschungslücke, da sich vergleichbare Studien, so der Verfasser, bislang auf »die Baustellen der ingenieurtechnischen Großtaten« beschränkt hätten. Der Quellenreichtum und Detaillierungsgrad, die fundierten Analysen und nicht zuletzt die sorgfältig begründeten Schlussfolgerungen machen diese Dissertation zum Musterbeispiel einer bautechnikgeschichtlichen Untersuchung.

——————————————-

Mai 2016: Ausgeschrieben: Förderpreis der Gesellschaft für Bautechnikgeschichte 2017

2017 verleiht die Gesellschaft erstmalig ihren Förderpreis für Nachwuchswissenschaftler/innen. Ausgezeichnet werden herausragende Abschlussarbeiten eines Magister-, Master- oder Diplomstudiums sowie Dissertationen. Bewerbungsfrist ist der 31. Dezember 2016.

→ Ausschreibung als pdf-Dokument

——————————————