Jahrestagung 2027 in Cottbus
[CALL FOR PAPERS]
WISSENSTRANSFER UND WISSENSVERLUST
Bauen beruht auf Wissen, Bautechnikgeschichte ist daher auch Wissensgeschichte: Wissen, das in Fachbüchern oder vergleichbaren Medien kodiert ist, Praktiken seiner Anwendung sowie tacit knowledge liegen den planerischen Entscheidungen und der Ausführung beim Bauen zugrunde.
Wir wollen die Relation zwischen Bautechnik und Wissensgesellschaft verstehen: Wie kann sich die Übertragung und Integration neuen Wissens, neben der Innovation bei anspruchsvollen Bauvorhaben, auf Planung, Konstruktion, Technologie und Erscheinungsbild der Bauwerke auswirken? Und wie hat gleichfalls der Verlust von Wissen, etwa durch die Auflösung persönlicher Netzwerke, durch einen veränderten Umgang mit etablierten Informationsquellen, oder durch Phänomene wie Bücherverlust und Auflösung von Institutionen des Wissens das Bauen verschiedener Epochen geprägt – und prägt es möglicherweise auch heute?
Tagungsbeiträge von den Anfängen des Bauens bis ins 21. Jahrhundert sind willkommen. Neben Fallstudien zu konkreten Objekten oder Akteur*innen sind auch Beiträge erwünscht, die größere Zusammenhänge oder langfristige Entwicklungen erschließen.
Berichte aus Forschung und Praxis der Bautechnikgeschichte
Vorgestellt werden sollen Thematik, Fragen, Hypothesen und Ergebnisse aktueller Forschungsvorhaben und Praxisprojekte aus dem Bereich der Bautechnikgeschichte. Angebote für Vorträge und Posterpräsentationen sind gleichermaßen willkommen.
Interessierte werden gebeten, bis zum 15. Juni 2026 einen Abstract von nicht mehr als 300 Wörtern (mit Angabe der Sektion) sowie einen kurzen Lebenslauf an info@bautechnikgeschichte.org zu senden.
Eine Rückmeldung auf Vortragsvorschläge und die Bekanntgabe des Programms erfolgen voraussichtlich Mitte Juli 2026. Es ist geplant, die Beiträge im Peer-Review-Verfahren zu publizieren.
→ Call for Paper als PDF zum Download
